Auftaktveranstaltung Wissensbilanz am 19. Oktober 2005 in Stuttgart:

Chance für den Mittelstand


Der Staatssekretär im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, Dr. Horst Mehrländer, eröffnete am 19. Oktober 2005 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart die Informationsveranstaltung "Wissensbilanz - Made in Germany, Wissen als Chance für den Mittelstand". Es handelte sich um eine Auftaktveranstaltung für Süddeutschland im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltungsreihe. Sie wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, dem Bundesverband der vereidigten Buchprüfer, der "MFG Baden-Württemberg - Kompetenzzentrum für IT und Medien" und dem "RKW Baden-Württemberg - Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft" realisiert.

Mehrländer: "In Unternehmen entscheiden neben harten Fakten zunehmend immaterielle Vermögenswerte wie zum Beispiel das Know-how der Mitarbeiter, gute Lieferanten- und Kundenbeziehungen sowie die Organisations- und Kommunikationsstruktur maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg. Wir brauchen deshalb neue Instrumente, die einen Einblick in den wahren Wert und das Erfolgspotenzial eines Unternehmens ermöglichen. Die üblichen Bilanzen- und Controllinginstrumente reichen hierzu nicht aus. Denn das intellektuelle Kapital, wie beispielsweise das spezielle Know-how und gute Geschäftsbeziehungen, bleibt in ihnen meist unberücksichtigt. Diese immateriellen Unternehmenswerte strukturiert darzustellen und zu bewerten, ist das Ziel der Wissensbilanz."

Eine Wissensbilanz weise das Vermögen eines Unternehmens aus, das nicht direkt greifbar, aber entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft sei. Sie sei somit ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation. Die Wissensbilanz helfe nicht nur den Unternehmen bei der internen Steuerung ihres intellektuellen Kapitals. Sie schaffe auch Transparenz gegenüber Kreditgebern, Partnern und Kunden. Dies erleichtere die Kreditaufnahme und senke die Finanzierungskosten. Und sie erleichtere die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern.

Mehrländer: "Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat die Bedeutung des Wissens für den Standort Deutschland erkannt. Es hat deshalb im vergangenen Jahr das Pilotprojekt "Wissensbilanz - Made in Germany" durchgeführt. Ziel war es, die Wissensbilanz als eine Methode zur systematischen Erfassung, Darstellung und Bewertung dieses erfolgskritischen, aber nur schwer greifbaren immateriellen Vermögens für den Mittelstand nutzbar zu machen. Mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben unter fachkundiger Anleitung des Arbeitskreises Wissensbilanz, einem Expertenteam aus Deutschland, Österreich und Schweden eine Wissensbilanz erstellt. Als Wirtschaftsstaatssekretär des Mittelstandslandes Baden-Württemberg bin ich stolz darauf, daß von den 12 in der Pilotphase erstellten Wissensbilanzen vier von Firmen aus Baden-Württemberg stammen. Deshalb haben wir auch das Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit aufgegriffen, hier in Stuttgart eine Auftaktveranstaltung zum Thema "Wissensbilanz in Baden-Württemberg" für den Südwesten durchzuführen."

Im Laufe der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer anhand der Vorträge einen Überblick über das Thema Wissensbilanz verschaffen. Vertreter der Pilotunternehmen aus Baden-Württemberg, der reinisch AG, Karlsruhe, der Schneider GmbH & Co. KG Öhringen, Xcc Software AG Karlsruhe, Caritas Freiburg, Herr Siebert, Mitglied der Geschäftsführung der SOR Rusche GmbH, Herrenausstatter, Oelde, Wissensmanager des Jahres 2005, berichteten über praktische Erfahrungen bei der Erstellung einer Wissensbilanz. Am Nachmittag fanden zwei Workshops zum Thema "Erfahrungen und Nutzen bei der Einführung einer Wissensbilanz in kleinen und mittleren Unternehmen" statt.

Auftaktveranstaltung Wissensbilanz 2005








Auf dem Foto: Referenten und Organisatoren der Informationsveranstaltung "Wissensbilanz - Made in Germany,
Wissen als Chance für den Mittelstand".


Die Vorträge der Referenten zum Thema Wissensbilanz stellt Ihnen das RKW Baden-Württemberg gerne zum Download zur Verfügung:

Kay Alwert, Arbeitskreis Wissensbilanz
Anja Flicker, reinisch AG
Dr. Rolf Hochreiter, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Dr.-Ing. Peter Heisig, Arbeitskreis Wissensbilanz

 
 
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