RKW Baden-Württemberg Aktuell

Die Redner beim 14. Zulieferertag Automobil (von links): Dr. Albrecht Fridrich, Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg/automotive-bw; Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung Ford-Werke GmbH, Köln; Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie VDA; Peter Hofelich MdL, Mittelstandsbeauftragter des Landes Baden-Württemberg.
Die Redner beim 14. Zulieferertag Automobil (von links): Dr. Albrecht Fridrich, Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg/automotive-bw; Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung Ford-Werke GmbH, Köln; Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie VDA; Peter Hofelich MdL, Mittelstandsbeauftragter des Landes Baden-Württemberg.
 
 

14. Zulieferertag Automobil:

Nachhaltige Mobilitätslösungen gefragt

"Für das Automobilland Baden-Württemberg ist es von besonderem Interesse, dass die zukünftigen Fahrzeugmodelle hier am Standort erforscht, entwickelt und produziert werden", betonte Peter Hofelich, Beauftragter der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk, bei der Eröffnung des Zulieferertags Automobil Baden-Württemberg 2012 in Stuttgart. "Ich bin mir sicher, dass das Auto von morgen sich deutlich von den heute in den Ausstellungsräumen gezeigten Modellen unterscheiden wird. Es wird weniger Energie benötigen, sicherer und vernetzter sein."

In Zukunft werden vor allem nachhaltige Mobilitätslösungen von großer Bedeutung sein. Effizientere Verbrennungsmotoren, optimierte Nebenaggregate, Fahrzeugleichtbau, Reduzierung der Fahrwiderstände und die Elektrifizierung des Antriebsstrangs sind nur einige Beispiele dafür, was die Unternehmen der Branche strategisch angehen müssen. Vor dem Hintergrund, regenerative Energien für die Mobilität von Morgen zugänglich zu machen und mit Blick auf zukünftige Wachstumsmärkte, wie Asien und Südamerika, bietet die Elektromobilität enormes Potential. "Der Aufbau einer nachhaltigen Mobilität muss unter ökonomischen, sozialen und ökologischen Aspekten erfolgen", betonte Hofelich.

"Baden-Württemberg ist für seine innovativen Lösungen und kreativen Köpfe bekannt, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir die mit diesem Wandel im Zusammenhang stehenden Herausforderungen erfolgreich meistern werden", sagte Hofelich.

Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), lobte in seinem Vortrag die hohe Innovationsgeschwindigkeit der Südwest-Automobilindustrie. Allerdings würden die deutschen Zulieferer weltweit vor der Herausforderung stehen, ihren Technologievorsprung zu halten und auszubauen. Bräunig unterstrich: „Unsere Zuliefererunternehmen werden ihre Wertschöpfungsstrukturen weiter auf internationale Märkte ausrichten. Gemeinsam mit den Herstellern gilt es, neue Märkte zu erobern. Dabei bleibt der Standort Deutschland als Entwicklungs- und Produktionszentrum die starke Basis.“ Damit das so bleiben kann, müsse auch die Politik mithelfen, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Bräunig: „Brüssel muss noch engagierter gegen Protektionismus im globalen Wettbewerb kämpfen. Wir sehen in einigen Ländern bedenkliche Abschottungstendenzen. Deswegen muss es das Ziel von Politik und Industrie sein, Handelshemmnisse einzudämmen.“

Die Veranstaltung ist seit vielen Jahren ein etablierter Treffpunkt der Branche und soll die Möglichkeit zum Dialog und Austausch bieten. Bereits zum 14. Mal trafen sich die Automobilzulieferer des Landes in Stuttgart. Der Zulieferertag wird vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg mit Unterstützung des Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft Baden-Württemberg (RKW BW) gemeinsam mit dem landesweiten Innovationsnetzwerk automotive-bw veranstaltet. Es haben rund 300 Gäste teilgenommen.

Auf dem Zulieferertag haben Vertreter von OEMs, großen und kleinen Zuliefereren sowie die anwendungsorientierte Wissenschaft referiert. Der Abschluss war das TecNet-Jahrestreffen von automotive-bw.

Zahlen und Fakten
Die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern ist und bleibt eine der Schlüsselbranchen des Landes. Mehr als 300 Betriebe, rund 210.000 Beschäftigte und ein Jahresumsatz von über 81 Milliarden Euro weist die amtliche Statistik im Jahr 2011 für den Fahrzeugbau in Baden-Württemberg aus. Als Zentrum der deutschen Automobilindustrie ist Baden-Württemberg auch Heimat von über 1.000 Zulieferfirmen verschiedener Branchen.

Quelle: Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg/VDA-Pressedienst

Vorträge der Referenten