Im Verbrauchsgütergeschäft können die Kunden über die normalen Mängelhaftungs- und Garantieregelungen hinreichend zufrieden gestellt werden. Im unternehmerischen Geschäftsverkehr ist dies nicht immer so, deshalb ist ein erheblicher Zuwachs von Serviceverträgen festzustellen, insbesondere nach Ablauf der gesetzlichen bzw. vertraglichen Mängelhaftungsfristen.

Der Kunde ist abhängig von der Verfügbarkeit seiner zum Teil komplizierten technischen Anlagen, Maschinen und sonstiger Geräte. Ein entsprechender Ausfall beschert ihm erhebliche Probleme mit seinen eigenen Kunden, so dass auch die Abhängigkeit und die damit verbundene Bindung an externe Serviceleistungen nahezu zwingend erforderlich ist. Durch Serviceverträge soll dieses Risiko minimiert werden.

Dauer: Tagestraining von 09 bis 17 Uhr

Für dieses Training vereinbaren wir einen individuellen Trainingstermin, sobald sich drei oder mehr Teilnehmende auf die Vormerkliste setzen lassen.

Zielgruppe Alle, die Kundendienstvereinbarungen abschließen: Unternehmer/-innen, Geschäftsführer/-innen, Mitarbeiter/-innen aus Einkauf, Fertigung, Entwicklung, Vertrieb und Marketing
Inhaltliches Ziel

Die Teilnehmenden lernen, anhand beispielhafter Vertragsklauseln, die verschiedenen Formen der Kundendienstvereinbarungen kennen. Sie wissen die Risiken einzuschätzen, die beim Abschluss und während der Geltungsdauer solcher Verträge zu beachten sind. Außerdem erfahren sie, wie solche Risiken vermieden oder minimiert werden können.

Unterrichtende

Dr. Philipp Ehring

Veranstaltungs-Nr.

01-3311

Programm

Einführung in das allgemeine Vertragsrecht

  • Der Vertragsabschluss bei einem Service-/Wartungsvertrag
  • Das Arbeiten mit Musterverträgen
  • Kollision von Service-AGB und Einkaufs-AGB
  • Rechtsnatur des Service-/Wartungsvertrages als Werkvertrag oder Dienstvertrag

Vertragsformen und wesentliche Vertragsbestandteile insbesondere zu Fragen der

  • Vergütung
  • Verzugshaftung
  • Sachmängelhaftung
  • Garantiehaftung und Produkthaftung
  • Haftungsbegrenzungsmöglichkeiten
  • Mitwirkungs- und Beistellungsverpflichtungen des Auftraggebers bei Reparaturverträgen, Wartungsverträgen, Full-Service-Verträgen

Besondere Zusagen und ihre Bedeutung

  • Verfügbarkeitsgarantien
  • Ersatzteillieferverpflichtungen
  • Hotline, 24-Stunden-Service, Reaktionszeiten, etc.

Condition Monitoring (kontinuierliche Zustandsüberwachung) bei Maschinen


Arbeitnehmerüberlassung in Abgrenzung zu Werkverträgen


Teleservice-Verträge


Betreiberverträge in Abgrenzung zu Serviceverträgen


Service-Level Agreements
 

Gerne können Sie konkrete Praxisbeispiele aus Ihrem Unternehmen mitbringen.

Änderungen vorbehalten.

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