Wie entsteht langfristiger Unternehmenserfolg in einer Welt voller Unsicherheiten? Beim Auftakt der RKW BW Dialoge 2026 bei allsafe in Engen wurde deutlich: Es geht nicht um mehr Aktion, sondern um mehr Klarheit im Handeln. Zukunftsfähigkeit entsteht nicht zufällig, sondern im Zusammenspiel aus bewusster Wahrnehmung, strukturiertem Denken und konsequenter Umsetzung. Oder, wie es im Dialog formuliert wurde: „Zukunftsfähigkeit ist kein Zufall“ und „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“.

Wahrnehmen. Denken. Handeln.

Der Dialog begann nicht mit einer klassischen Präsentation, sondern mit einem Perspektivwechsel. Unter dem Impuls „You are the camera“ richtete sich der Fokus zunächst auf die eigene Wahrnehmung. Ausgestattet mit einem Passepartout bewegten sich die Teilnehmenden durch das Unternehmen mit der Aufgabe, bewusst zu beobachten, bevor sie interpretieren. Gespräche fanden während des Rundgangs nicht statt, sondern erst im Anschluss an den Stationen. Dieses Vorgehen veränderte die Art des Austauschs: Beobachtungen wurden zunächst gesammelt und anschließend gemeinsam eingeordnet. Begleitet wurde der Tag von Romina Sigg, Leiterin Geschäftsbereich all:lead, sowie den Geschäftsführern Jens Laufer und Detlef Lohmann.

Organisation und Prozesse: Arbeiten in eigenständigen Einheiten

Im Zentrum des Rundgangs standen verschiedene Stationen, die die Arbeitsweise von allsafe sichtbar machten. Die Organisation der Produktion folgt einem dezentralen Prinzip: Arbeitsbereiche sind als eigenständige Einheiten aufgebaut, Materialien befinden sich direkt an den Arbeitsplätzen, ein klassisches Zentrallager existiert nicht. Produkte können individualisiert werden, ohne dass dies zu längeren Durchlaufzeiten führt. Die Struktur ermöglicht es, schnell auf unterschiedliche Kundenbedarfe zu reagieren, von regelmäßigen Abrufen großer Stückzahlen bis hin zur Einzelfertigung von kundenspezifischen Lösungen. Dieses Prinzip wird im Unternehmen mit dem Satz beschrieben:

Wir atmen mit dem Markt.“

Kundennutzen als Ausgangspunkt

Die Ausrichtung auf den Kunden wird im sogenannten „allsafe Wirtschaftsspiel“ konkretisiert. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Leitgedanken: „Dein Produkt statt ein Produkt“, „Alles überall – und alles sofort“ sowie „Liefern. Immer.“ Der Fokus verschiebt sich damit vom Produkt auf den konkreten Kundennutzen und prägt sowohl Prozesse als auch Entscheidungen.

Strategie als kontinuierlicher Prozess

Strategie wird bei allsafe nicht als Aufgabe einzelner verstanden, sondern als fortlaufender Prozess. Projekte, Ideen und Verbesserungsinitiativen sind sichtbar und für alle zugänglich. In einem rollierenden Takt werden diese regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und freigegeben. Die zugrunde liegende Logik wird klar benannt: „Wahrnehmen. Durchdenken. Handeln.“ Wahrnehmen umfasst das Erfassen von Entwicklungen und Signalen aus dem Umfeld, Durchdenken die gemeinsame Einordnung und Priorisierung und Handeln die Umsetzung in konkrete Maßnahmen. Transformation wird dabei als Zusammenspiel von Planung und Zufall verstanden: „Fortschritt entsteht im Wechselspiel aus Plan und Zufall.

Chancen und Risiken gemeinsam denken

In den Impulsen von Jens Laufer und Detlef Lohmann wurde die Verbindung von Chancen und Risiken aufgegriffen. Während Chancen als Handlungsspielräume betrachtet werden, wird gleichzeitig betont, dass Risiken nicht ausschließlich vermieden, sondern bewusst berücksichtigt und genutzt werden können.

Ausgangspunkt bleibt der Kundennutzen: „Das A&O: unsere Kunden.“

Verhalten und Handeln unterscheiden

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Unterscheidung zwischen Verhalten und Handeln. Verhalten wird als reaktiv beschrieben und orientiert sich am bestehenden Zustand, während Handeln aktives Entscheiden und Umsetzen bedeutet. „Aktionismus erzeugt Beschäftigung, Handlungsfähigkeit erzeugt Wirkung“, so die zugrunde liegende Einordnung. Ziel ist es, Begriffe zu klären und damit eine gemeinsame Sprache im Unternehmen zu schaffen.

Vom Impuls zur Umsetzung

Zum Abschluss wurden die Teilnehmenden aufgefordert, das Erlebte für sich zu konkretisieren. Eine Reflexionskarte richtete den Blick auf die eigenen Erkenntnisse und die Frage, was künftig bewusst weggelassen werden kann. Im Anschluss diente eine Handlungskarte dazu, einen nächsten Schritt festzuhalten und zeitlich einzuordnen. Damit wurde ein zentraler Gedanke aufgegriffen: Es besteht weniger ein Erkenntnis- als vielmehr ein Umsetzungsproblem.

Fazit

Der Dialog bei allsafe zeigt, wie Wahrnehmung, Denken und Handeln miteinander verbunden werden und wie sich diese Logik in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Ein besonderer Dank gilt Romina Sigg, Jens Laufer und Detlef Lohmann für die Offenheit, die Impulse und die Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen.

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