Zum Eloxieren braucht es viel Energie. Eloxal Höfler in Steißlingen hat eine Expansion optimiert geplant: so, dass sie langfristig ist gut für Kosten und Klima und auch Zuschüsse erhält. Das RKW BW half dabei.

Eloxal Höfler ist ein erfolgreiches Familienunternehmen in Steißlingen im Hegau. Das Unternehmen plante eine zusätzliche vollautomatische Eloxal-Anlage samt Abwasser-Anlage. Und holte sich dafür Expertise ins Haus: Einerseits ging es um eine optimale Finanzierung – und andererseits auch darum, beim Planen alle Optionen kompetent abzuwägen. Nicht zuletzt, weil energieeffiziente Anlagentechnik am stärksten gefördert wird. Das RKW Baden-Württemberg stieg mit zwei Fachberatern in den Prozess mit ein. Inzwischen wird gebaut.

Bei Eloxal Höfler gibt es viel Kontinuität. 1973 gegründete der Vater des heutigen Inhabers das Unternehmen und stellte wenige Jahre später den Vater des heutigen Betriebsleiters als Betriebsleiter ein. Sven Höfler will seinen Traditionsbetrieb fit halten, 2018 wurden die Überlegungen für eine neue Eloxal-Anlage konkreter. Die Hausbank riet zu zusätzlicher Expertise. Ein Energieberater aus der Region stieß schnell an die Grenzen seiner Kompetenzen: Was bei Wohnhäusern gut funktioniert, eignet sich weniger für Unternehmen und deren Fragestellungen, war Höflers Fazit. 

Externes Know-how vom RKW BW einbeziehen

Höfler entschied sich fürs RKW Baden-Württemberg als Partner. Hier kann er auf ein großes Team an kompetenten Fachberatern zugreifen, die bei solchen Projekten eng verzahnt zusammenarbeiten. Vom RKW BW hatte er bereits früher Unterstützung bei wirtschaftlichen Fragen erhalten. Er freute sich auf die Begleitung: „Nicht nur, weil ich neben dem Tagesgeschäft her gar nicht die Möglichkeit gehabt hätte, mich selbst um alles zu kümmern. Externes Know-how einzubeziehen, das ist mir immer wichtig. Sonst dreht man sich nur um sich selbst. Speziell zum Thema Fördermöglichkeiten braucht man Unterstützung. Das ist für jemanden, der nicht in der Materie steckt, kaum zu durchschauen. Wir wollten einen Überblick bekommen und herausfinden, was die rechtlichen Bedingungen sind und was wir bei Bau- und Anlagenplanung berücksichtigen müssen.“

Alle Stellschrauben nutzen

Sein Wegbegleiter auf der ersten Etappe war Dr. Matthias Kugler: Er ist fürs RKW BW als Finanzexperte unterwegs. „Wir haben gemeinsam die Wirtschaftlichkeit durchdacht, Kunden und Produkte analysiert und uns Gedanken gemacht, wie die Umsätze sich dynamisiert entwickeln werden“, berichtet Kugler. Es ging um Kosten der Expansion und den Zeitpunkt, wann sie anfallen – kann man da was optimieren? Welche Schritte muss man wann in die Wege leiten? Welche baulichen Vorbereitungen braucht es im bisherigen Betrieb, wann müssen neue Leute eingestellt und geschult werden? Stück für Stück dröselten Kugler und Unternehmer Höfler das Projekt auf. Das Herzstück ihrer Zusammenarbeit: die Optimierung aller finanziellen Aspekte, das Verbessern der Investitionsrentabilität. Dafür wurde noch einmal an vielen Stellschrauben gedreht. Am Ende wurden mehrere Banken angefragt – und die Hausbank legte sich ins Zeug, den Kunden zu behalten. RKW BW-Fachberater Kugler ging auch mit in Bankgespräche. „Ich denke, die Banken haben die Professionalität in unserer Vorbereitung auf allen Ebenen geschätzt“, sagt Höfler im Rückblick. Und weiß: „Ohne das RKW BW hätte ich definitiv schlechtere Konditionen bekommen.“

Gemeinsam getüftelt 

Als es technisch konkreter wurde und das Thema Förderungen anstand, holte Kugler einen Kollegen dazu, den RKW BW-Fachberater Dr. Ulrich Kohaupt. Er hat seither bei diesem Projekt gleich zwei Hüte auf: Er ist Experte für energetische Fragen, für Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion – und zusätzlich sehr bewandert, wenn es um Förderungen geht. „Ein Eloxalbetrieb ist ein sehr energieintensives Unterfangen, die Prozesse sind sehr komplex.“ Obwohl er solche Projekte regelmäßig betreut, war dies eines seiner kompliziertesten. Herausforderung akzeptiert: Kohaupt hat sich tief hineingefuchst. Er startete flankierend ein Unternehmer-Coaching, um die Potenziale alle herauszuholen.

Der bereits geplante Neubau wurde nachgebessert, beispielsweise um eine Betonkernaktivierung als Lösung fürs Heizen und Kühlen. Er wurde als Effizienzhaus 55 konzipiert. Auch in das Design der neuen Anlage knieten sich RKW BW-Fachberater Kohaupt und Sven Höfler gemeinsam hinein: Mit dem Anlagenlieferanten, dem Anlagenplaner und dem Planer der Gebäudetechnik haben sie so lange getüftelt und umgeplant, bis alles förderfähig war. Das funktionierte gut, erinnert sich Ulrich Kohaupt: „Sven Höfler als Bauherr ist selbst sehr engagiert und kennt sich aus. Zudem hat er ein gutes Umfeld mit kreativen Köpfen, die gemeinsam den Weg zur besten Lösung entwickelt haben.“ Strom, Wärme und Kühlung wurden so verzahnt, dass es Synergien gibt. Die Trocknung wurde umgebaut und basiert nun auf Abwärme, es muss keine zusätzliche Wärme erzeugt werden.

Effizienzsteigerung über Plan

„Wir haben Pingpong gespielt“, erzählt Matthias Kugler über die vielen Abstimmungsschritte mit vielen Beteiligten: Zwischen Hausbank, Höfler, seinen Beratern und verschiedenen Fachplanern gingen die E-Mails hin und her, es gab viele Besprechungen. Auch Lieferanten und Dienstleister für die Expansion wurden einbezogen. Einerseits mussten konkrete Voraussetzungen für Förderprogramme ​​​​​​​akribisch umgesetzt werden, zugleich blieb immer auch die Rentabilität der Gesamtinvestition im Blick. „Förderung kriegen, aber inrentabel produzieren ist genauso ungut wie rentabel produzieren, aber Förderung nicht kriegen“, verdeutlicht Kugler. Die optimale Lösung wurde gefunden, inzwischen wird gebaut, sechsstellige Förderbeträge fließen. Höfler freut sich auf den Start im Neubau: „Wir erwarten jetzt tatsächlich eine Effizienzsteigerung über unsere ursprüngliche Planung hinaus.“ Auch der Bestand wird nun schrittweise modernisiert – ebenfalls mit Unterstützung des Teams vom RKW BW.

 

Weitere Informationen:

  • Eloxal-Höfler GmbH
  • 78256 Steisslingen
  • www.eloxal-hoefler.de
  • RKW BW-Berater: Michael Ulmer
  • RKW BW-Fachberater: Dr. Ulrich Kohaupt, Dr. Matthias Kugler 
  • Beratungszeitraum: seit 2018 
  • Beratungsschwerpunkte: Finanzierungsberatung, technische Beratung, Fördermittel-Beratung, Unternehmer-Coaching

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