Seit den 1980er-Jahren mit dem Unternehmen vertraut, seit 2015 Herr im Haus: Michael Gonser. Fotos: RB Messwerkzeuge
Seit den 1980er-Jahren mit dem Unternehmen vertraut, seit 2015 Herr im Haus: Michael Gonser. Fotos: RB Messwerkzeuge

Das RKW BW begleitete Michael Gonser seit 2017 bei den Themen Investitionsförderung, Produktion, Prozessverbesserung und Vertrieb.

Über die RKW BW-Sparringspartner äußert er sich sehr positiv: "Sie hatten das nötige Know-how, meine Fragen wurden wirklich beantwortet.Und sie steuerten gute Ideen bei, auf die man selbst nie gekommen wäre.“

 
 
 

Produktions- und Prozessoptimierung bei
RB Messwerkzeuge

Mit der neuen Maschine fing alles an. Die RB Messwerkzeuge GmbH kaufte eine CNC-Fräsmaschine, eine hochwertige Fünf-Achs-Maschine. Die Deutsche Bank übernahm die Finanzierung und holte das RKW Baden-Württemberg als Partner ins Boot für eine Expertise vor Ort. Der RKW BW-Fachberater Dr. Ulrich Kohaupt sorgte für eine optimale Finanzierung unter Einbindung zinsgünstiger Förderkredite. Dieser Kontakt zwischen dem Albstädter Messwerkzeug-Hersteller und dem RKW BW führte zu mehr: Denn bei einem nachfolgenden Besuch durch den RKW BW-Berater Ralph Sieger fiel diesem auf, dass die im Lauf der Zeit gewachsenen Prozesse und Raumaufteilungen im Unternehmen nicht optimal waren. Ein guter Zeitpunkt, alles zu überdenken – zumal auch eine Maschinenabsaugung geplant war, die Umstellungen in der Produktion erforderte. Die vergangenen zwei Jahre haben bei RB Messwerkzeuge Spuren hinterlassen. Spuren, die dem geschäftsführenden Gesellschafter Michael Gonser ebenso gut gefallen wie seinen 25 Beschäftigten. Aufgrund der Beratung durch das RKW BW, die der Produktionsexperte und RKW BW-Fachberater Berthold Rall übernahm, sind die Wege kürzer und effektiver geworden - in der Produktion, im Versand und im Lager.

Aber von vorn. Denn es ist eine Geschichte, die so nur das Leben schreibt. Michael Gonser ist seit 2015 alleiniger Inhaber und Geschäftsführer von RB Messwerkzeuge, einem Spezialisten für Mess- und Sonderwerkzeuge. Er hat das Unternehmen in diesem Gebäude und mit dieser Raumaufteilung übernommen. Es ist just der Bau, in dem bereits das Vorgänger-Unternehmen im Jahr 1960 gegründet wurde. Doch es war nicht immer dort, erst seit 2006 ist die alte Adresse auch die neue.

Zweiter Anlauf nach der Insolvenz

Dazwischen lagen schwierige Jahre. Auch die hat Michael Gonser zum Teil miterlebt. Er selbst arbeitete nach seiner Techniker-Ausbildung Ende der 1980er-Jahre bereits einmal im Gebäude. Bis zur Insolvenz: Eine Wirtschaftskrise brachte den Betrieb mit rund 120 Leuten Anfang der 1990er zu Fall. Der damalige Inhaber gründete mit einem siebenköpfigen Team ein Nachfolge-Unternehmen und nannte es RB Messwerkzeuge. Nicht mehr im alten Gebäude, das gehörte zur Insolvenzmasse. Die neue Firma entwickelte sich gut, so dass sie das alte, leerstehende Firmengebäude 2006 von der Bank zurückkaufen und umfassend sanieren konnte.

Um diese Zeit herum trafen sich Michael Gonser und der damalige Inhaber – rein zufällig beim Tanken. Man kam ins Gespräch, die beiden fuhren spontan gemeinsam ins Firmengebäude, die Sanierungen anschauen. Und Gonser, der nach dem Techniker inzwischen auch den technischen Betriebswirt draufgesetzt hatte, kam zurück ins Unternehmen. Schritt für Schritt wurde eine Firmenübergabe vorbereitet: Gonser arbeitete sich einige Jahre ein, bevor er vier Jahre lang jeweils 25 Prozent der Unternehmensanteile übernahm, 2015 war der Prozess abgeschlossen.

Produktion von Sonderwerkzeugen nach Kundenwunsch

Rund 1500 Artikel kann man derzeit bei RB Messwerkzeuge kaufen. Viele, aber nicht alle werden in Deutschland hergestellt. Das Unternehmen vertreibt eigene Produkte wie auch Importe. In Albstadt werden höherwertige Werkzeuge produziert, teils mit zugekauften Teilen. Außerdem fertigt das Unternehmen Sonderwerkzeuge nach Kundenwunsch. Zusätzlich vertreibt die Firma importierte Messwerkzeuge. Schon seit etwa 1995: „Die einfachen Werkzeuge werden in Deutschland schon lange nicht mehr hergestellt, das lohnt sich schlicht nicht“, erklärt Gonser.

Die Fünfachs-Fräsmaschine, ein Herzstück der Produktion.
Die Fünfachs-Fräsmaschine, ein Herzstück der Produktion.

Große Handelshäuser als Partner

Der Umsatz lag 2018 bei etwa 5,5 Millionen Euro. Rund 250 Kunden gehören zum Kundenstamm. Darunter viele große Handelshäuser, die die Albstädter Messwerkzeuge weitervertreiben. Rund 750.000 Stück wurden 2018 verkauft, etwa 85 Prozent nach Deutschland, 15 Prozent ins europäische Ausland.

2006 haben sich zwei Firmen zusammengetan, um den alten Firmensitz zurückzukaufen und zu sanieren. Damals wurden die Räume aufgeteilt. Zwölf Jahre später hatten sich die Strukturen der beiden Firmen verändert. RB Messwerkzeuge ist in dieser Zeit stark gewachsen – das allein war schon ein Grund, die Raumaufteilung zur Debatte zu stellen, wie es der Fachberater vom RKW Baden-Württemberg nach kurzer Zeit tat. Seither arbeiten die beiden Firmen auf getauschten Flächen.

Lager und Versand wanderten ins Erdgeschoss

Spürbarster Vorteil: Versand und Lager von RB Messwerkzeuge sind jetzt im Erdgeschoss, direkt hinter dem Wareneingang. Wenn mehrere Paletten Material geliefert werden, müssen die nicht mehr wie früher mit dem Aufzug in die dritte Etage gebracht werden. Und es gibt neue Regalsysteme im Lager, die ein optimales Handling ermöglichen. Der RKW BW-Produktionsexperte Berthold Rall sorgte gemeinsam mit dem Team von RB Messwerkzeuge dafür, dass die Betriebsabläufe spürbar effizienter geworden sind.

Auch die Produktion selbst hat durch die integrative Beratung ein neues Gesicht bekommen. Denn der RKW BW-Fachberater Berthold Rall hatte, kaum im Haus, „einige Fragezeichen zum Produktionsfluss“, berichtet Gonser. Denn wenn eine anstehende Maschinen-Absaugung erst einmal installiert ist, sind die Strukturen einer Werkhalle langfristig fixiert. Besser, die Abläufe werden vorab durchdacht und optimiert. Binnen acht Wochen waren die Maschinen anders platziert.

Bereits in den Jahren 2008 und 2009 hatte das Unternehmen mit dem RKW BW zusammengearbeitet, um den Vertrieb neu aufzustellen. Die damaligen Ergebnisse funktionieren noch heute, berichtet Gonser: „Wir haben gemerkt, dass unser Außendienst gut aufgestellt ist und wir den Innendienst stärken müssen.“ Es wurde jemand eingestellt, es zeigte sich bald: „Die Lösung war gut!“

RKW BW: Impulsgeber und Sparringspartner

Für ihn sind die Berater vom RKW BW wichtige Impulsgeber und Partner. „Man steckt selbst im Alltag so tief drin in der Arbeit, dass man meist keine Zeit hat, grundlegende Überlegungen anzustellen“, sagt Gonser. „Es hilft sehr, wenn jemand sagt: Hey, wir packen das an! Ich komme in drei Wochen wieder, bis dahin bitte das und das vorbereiten.“ Ihm ist wichtig, dass die Chemie mit einem Berater stimmt. Nur dann funktioniere es und mache Spaß, solche Themen zu bearbeiten. „Es hat sich wie Team-Arbeit angefühlt.“ Seine Sparringspartner vom RKW Baden-Württemberg hatten das nötige Know-how, „meine Fragen wurden wirklich beantwortet“, und sie steuerten gute Ideen bei, „auf die man selbst nie gekommen wäre.“ Sein Fazit: „Das war erlebbar gut, dass die RKW BW-Berater bei uns waren.“ Und auch die Investitions- und Beratungsförderung haben dem Albstädter Unternehmen geholfen.

Weitere Informationen:

  • RB Messwerkzeuge GmbH
  • 72461 Albstadt
  • www.rb-messwerkzeuge.com
  • RKW BW-Berater: Ralph Sieger
  • RKW BW-Fachberater: Dr. Ulrich Kohaupt, Berthold Rall
  • Beratungszeitraum: 2008/2009, seit 2017
  • Beratungsschwerpunkte: Investitionsförderung, Produktion, Effizienzsteigerung, Prozessverbesserung, Unternehmer-Coaching, Vertrieb

Haben Sie Fragen, brauchen Sie Unterstützung? Dann senden Sie eine E-Mail ans RKW BW oder rufen Sie uns an: 0711-22998-0.

Ein Mini-Schraubstock von RB Messwerkzeuge im Einsatz auf einem Messmikroskop.
Ein Mini-Schraubstock von RB Messwerkzeuge im Einsatz auf einem Messmikroskop.
Der ursprüngliche und heutige Firmensitz in Albstadt.
Der ursprüngliche und heutige Firmensitz in Albstadt.

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Haben Sie Fragen? Ihr Ansprechpartner ist  Ralph Sieger
Telefon 0711 22998-33

 
 

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