Unternehmensnachfolge als Chance für Wachstum, Strukturwandel und Zukunftsfähigkeit

Eine Unternehmensnachfolge ist weit mehr als ein Wechsel an der Spitze eines Unternehmens. Sie bietet die Möglichkeit, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Impulse für die Zukunft zu setzen. Genau diesen Weg geht die MAYRHÖNES Metallumformung GmbH.

Nach mehr als 45 Jahren im Familienbesitz wurde das Unternehmen an das Unternehmerehepaar Maren und Leonhard Braig übergeben. Damit endet eine Ära, die von Gründer und Gesellschafter Manfred Hönes maßgeblich geprägt wurde. Gleichzeitig beginnt ein neues Kapitel, das Kontinuität und Veränderung bewusst miteinander verbindet. Die Übergabe sichert nicht nur den Fortbestand des Unternehmens, sondern auch die Arbeitsplätze am Standort. Nach knapp einem Jahr Unternehmensnachfolge blicken wir zurück:

Nachfolge in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten

Die Rahmenbedingungen für industrielle Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Rückläufige Umsätze und Ergebnisse bei vielen Kunden, steigender Wettbewerbsdruck sowie eine anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit stellen Unternehmen vor große Herausforderungen.

Für die neue Geschäftsführung war deshalb früh klar, dass die Nachfolge nicht allein organisatorisch gelöst werden kann. Vielmehr geht es darum, das Unternehmen strategisch weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Stärken eines gewachsenen Mittelständlers zu bewahren.

Die Zukunft ist geprägt von tiefgreifenden Veränderungen in nahezu allen Unternehmensbereichen. Externe Markt- und Wettbewerbsdynamiken sowie neue Impulse durch die Geschäftsführung wirken dabei zusammen. Diese Kombination eröffnet Chancen, erfordert aber auch hohe Anpassungsfähigkeit und Gestaltungswillen“, beschreibt Geschäftsführer Leonhard Braig die aktuelle Situation.

Vom klassischen Mittelständler zur industriellen Hochleistungsorganisation

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Geschäftsführung liegt auf der Professionalisierung des Unternehmens.

MAYRHÖNES entwickelt sich gezielt von einem über viele Jahre erfolgreich gewachsenen Mittelstandsbetrieb hin zu einer industriell aufgestellten Hochleistungsorganisation mit einer klaren strategischen Neuausrichtung. Dieser Schritt soll die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und weiteres Wachstum ermöglichen.

Dazu gehören unter anderem und vor allem der gezielte Auf- und Ausbau des Vertriebs sowie die Einführung moderner Projektmanagement- und Lean-Management-Methoden. Die neuen Ansätze schaffen mehr Transparenz, steigern die Effizienz und stärken die Umsetzungskraft im Unternehmen.

Austausch als Erfolgsfaktor

Veränderungsprozesse dieser Größenordnung gelingen selten im Alleingang. Deshalb setzt MAYRHÖNES bewusst auf den Austausch mit externen Netzwerken und Partnern.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das Netzwerk des RKW Baden-Württemberg. Bereits seit 2004 ist MAYRHÖNES Mitglied im RKW BW e.V. und nutzt den regelmäßigen Austausch mit anderen mittelständischen Unternehmen, um neue Impulse für die eigene Entwicklung zu gewinnen.

Über Formate wie den Arbeitskreis Fertigungsorganisation, an dem Leiter Produktion und Logistik, Matthias Maier teilnimmt, sowie Veranstaltungen wie das RKW BW Forum und die RKW BW Dialoge erhält das Unternehmen regelmäßig Anregungen zu aktuellen Herausforderungen in Produktion, Organisation und Transformation.

Für Leonhard Braig liegt ein besonderer Mehrwert im offenen Erfahrungsaustausch mit Unternehmen, die sich in ähnlichen Veränderungsprozessen befinden. Der Blick über den eigenen Tellerrand hilft dabei, neue Perspektiven zu gewinnen, bewährte Lösungsansätze kennenzulernen und die eigene Entwicklung gezielt voranzutreiben.

Zukunft aktiv in Form bringen

Mit der Übernahme durch Maren und Leonhard Braig verbindet MAYRHÖNES Stabilität mit einem klaren Veränderungswillen. Das Unternehmen baut auf den Werten auf, die über Jahrzehnte den Erfolg geprägt haben – Qualität, Verlässlichkeit, Innovationskraft und Bodenständigkeit. Gleichzeitig werden neue Strukturen geschaffen, um den Herausforderungen eines dynamischen Marktumfelds erfolgreich zu begegnen.

Dabei stehen profitables Wachstum, die Weiterentwicklung der Organisation und die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt. Die Unternehmensnachfolge wird so zum Ausgangspunkt eines umfassenden Transformationsprozesses, nicht als Bruch mit der Vergangenheit, sondern als konsequente Weiterentwicklung eines traditionsreichen Unternehmens.

Fazit

Das Beispiel MAYRHÖNES zeigt, dass Unternehmensnachfolge weit mehr sein kann als die Übergabe von Eigentum und Verantwortung. Sie bietet die Chance, strategische Veränderungen anzustoßen, Strukturen zu modernisieren und die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gezielt zu stärken.

Mit einer klaren Vision, neuen Impulsen und dem Mut zur Veränderung stellt MAYRHÖNES die Weichen für die nächste Unternehmensgeneration, und beweist, dass Tradition und Transformation kein Widerspruch sein müssen.

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  • © MAYRHÖNES Metallumformung GmbH – Produktionsstätte (MayrHoenes_R5_1810.jpg)
  • © MAYRHÖNES Metallumformung GmbH – Logo MAYRHÖNES Metallumformung GmbH (2025-11-11_MH-Logo.png)
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  • © MAYRHÖNES Metallumformung GmbH – Produktion (MayrHoenes_R5_2696_Produktion_2.jpg)
  • © MAYRHÖNES Metallumformung GmbH – Produktion (MH_Shooting_R5_1804_Produktion.jpg)

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Ralph Sieger Fachbereichsleitung Vertrieb

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