Bereits zum Auftakt wurde deutlich, dass nachhaltiges Wirtschaften vor allem eine unternehmerische Chance ist. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten kann ESG dazu beitragen, Unternehmen widerstandsfähiger und zukunftsfähiger aufzustellen.
Jürgen Schwab, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Backnang, betonte dabei die Bedeutung eines frühzeitigen und strategischen Handelns. Auch aus Sicht des RKW Baden-Württemberg steht der konkrete wirtschaftliche Nutzen im Mittelpunkt: Integrierte Nachhaltigkeit stärkt die Resilienz, verbessert den Einsatz von Ressourcen und unterstützt Unternehmen dabei, Chancen und Risiken systematisch zu bewerten. In diesem Kontext betonte Christine Palmer, Business Expertin Nachhaltigkeit beim RKW Baden-Württemberg: „Nachhaltigkeit beantwortet für uns die Frage: Wie bleibt das Unternehmen auch morgen wirtschaftlich handlungsfähig? Hierbei begleiten wir unsere Kunden – von der ersten Orientierung bis zur Umsetzung.“
Dierk Mühlbacher, Bereichsleiter Firmenkunden bei der Volksbank Backnang, verdeutlichte, dass es dabei nicht um Perfektion geht. Entscheidend ist vielmehr, ins Handeln zu kommen und dabei die individuellen Möglichkeiten des Unternehmens zu berücksichtigen.
Der Einstieg muss nicht kompliziert sein
Dass nachhaltige Transformation nicht mit einem umfangreichen Großprojekt beginnen muss, zeigte auch ein Praxisimpuls von Dennis Seiler von KEFF+. Bereits kleinere Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz können spürbare wirtschaftliche und ökologische Effekte erzielen.
Solche ersten Schritte schaffen häufig die Grundlage für eine weiterführende Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig machen sie Erfolge schnell sichtbar und erleichtern es, Mitarbeitende und Führungskräfte für weitere Maßnahmen zu gewinnen.
ESG ist ein kontinuierlicher Prozess
Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem regulatorische Anforderungen, Finanzierungsmöglichkeiten und die Frage, wie Unternehmen einen passenden Einstieg finden.
Ein zentrales Fazit zog sich durch alle Beiträge: ESG ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Entwicklungsprozess. Unternehmen müssen nicht sofort alle Themen gleichzeitig angehen. Wichtiger ist es, mit realistischen Maßnahmen zu starten, Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Aktivitäten Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Beratungs- und Förderangebote können dabei wertvolle Unterstützung leisten. Sie helfen, individuelle Potenziale zu erkennen, geeignete Maßnahmen auszuwählen und Investitionen wirtschaftlich abzusichern.
Austausch und Vernetzung schaffen Mehrwert
Beim anschließenden Austausch nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre individuellen Fragestellungen mit den beteiligten Organisationen zu vertiefen. Neben dem RKW Baden-Württemberg standen unter anderem KEFF+, SDK, R+V, VRNZT.de und die MehrWert Akademie Murrtal für Gespräche zur Verfügung.
Der direkte Dialog zeigte, wie wichtig die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure für die nachhaltige Transformation mittelständischer Unternehmen ist. Gerade für kleinere Unternehmen kann ein starkes Netzwerk den Zugang zu Wissen, Beratung und passenden Fördermöglichkeiten deutlich erleichtern.
Nachhaltigkeit Schritt für Schritt voranbringen
Die Veranstaltung machte deutlich: Nachhaltigkeit beginnt mit einer unternehmerischen Entscheidung. Wer ESG als strategisches Instrument versteht, stärkt die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens und erschließt Potenziale für mehr Effizienz, geringere Risiken und langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.
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